x
Vorbereitungen in Scharm el Scheich auf Gipfeltreffen mit Trump
Welt

Vorbereitungen in Scharm el Scheich auf Gipfeltreffen mit Trump

Stand: 13.10.2025 09:24 Uhr Nach seinem Besuch in Israel wird US-Präsident Trump am Nachmittag in Scharm el Scheich in Ägypten erwartet. Dort werden mehr als 20 Staats- und Regierungschefs erwartet.

  • PublishedOctober 13, 2025


Plakat von Trump und Al-Sissi über Straße in Sharm El-Sheikh

Stand: 13.10.2025 09:24 Uhr

Nach seinem Besuch in Israel wird US-Präsident Trump am Nachmittag in Scharm el Scheich in Ägypten erwartet. Dort werden mehr als 20 Staats- und Regierungschefs erwartet. Doch entscheidende Akteure fehlen.

Moritz Behrendt

Sharm El-Sheikh gleicht in diesen Tagen einer Hochsicherheitszone. Ägypten bereitet sich auf den Besuch von US-Präsident Donald Trump vor. Sogar Hochzeiten, die am Badeort am Roten Meer geplant waren, mussten abgesagt werden – aus Sicherheitsgründen.

Die Ägypter seien großartig gewesen, sagt der US-Präsident – ebenso natürlich der von ihm vorgelegte Plan – für Israel, für die Araber – für die Welt.

Trump spricht von Friedensgipfel

Nun lädt Trump gemeinsam mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sissi nach Scharm el Scheich ein – von einem Friedensgipfel sprechen sie. Bundeskanzler Friedrich Merz kommt, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ebenso die Regierungschefs aus Italien, Großbritannien und Spanien.

UN-Generalsekretär António Guterres reist nach Ägypten – der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der jordanische König und andere Staats- und Regierungschefs aus der arabischen Welt.

Wichtige Teilnehmer fehlen

So imposant die Liste der Teilnehmer ist – entscheidende Akteure fehlen voraussichtlich: Die israelische Regierung teilte mit, sie werde nicht zu dem Treffen kommen und auch von der Führung der Terrororganisation Hamas heißt es, sie habe keine Pläne an dem zeremoniellen Akt teilzunehmen.

Dennoch sei der Gipfel wichtig, sagt Ahmed Sayed Ahmed vom Ahram Zentrum für Strategische Studien in Kairo. Seiner Ansicht nach garantiert es, dass der Druck bestehen bleibt.

Sowohl auf Israel, damit es nicht von dem Abkommen zurücktritt wie nach dem letzten Waffenstillstand und auf die Hamas, durch eine Internationalisierung der palästinensischen Frage und die geplante Entsendung internationaler Truppen nach Gaza.

Ungeklärte Punkte im Zentrum

Der Blick in Scharm el Scheich wird sich auf die Punkte von Trumps Friedensplan richten, die noch nicht ausverhandelt sind. Dazu gehören Fragen, wie eine Entwaffnung der Hamas sichergestellt werden kann, wie der Wiederaufbau im Gaza-Streifen organisiert werden soll und wie eine Nachkriegsordnung in Gaza aussehen könnte.

Von einer gemeinsamen internationalen Anstrengung spricht Experte Ahmed Sayed Ahmed. Die ziele darauf ab, an einem politischen Weg zu arbeiten, der zu dauerhaftem Frieden führt.

Denn ein Waffenstillstand sei nicht das Ende des Krieges – sondern zunächst nur eine Beruhigung dieser Runde des israelisch-palästinensischen Konflikts. “Solange dieser Konflikt nicht von seinen Wurzeln her gelöst wird, wird die Region in einem Strudel der Gewalt verharren.”

Trump wird sich feiern lassen

So schwierig die kommenden Schritte und Verhandlungen auch sein werden: Trump wird sich auf dem Friedensgipfel von Scharm el Scheich feiern lassen – das wird er sich nicht nehmen lassen – für das Erreichte, die Einigung auf einen Waffenstillstand und die Freilassung der Geiseln.

Die ägyptische Regierung wird ihm dafür die Bühne geben: Im US-Sender Fox News sprach Außenamtssprecher Tamim Khalaf von einem entscheidenden Moment in der Geschichte des Nahen Ostens – und betonte ausdrücklich: Ohne die standhafte Führung von Donald Trump wäre dies nicht möglich gewesen.


Written By
shehryarsiraj786@gmail.com

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *