Gipfeltreffen in Scharm al-Scheich: Ein kleiner Triumph für Ägypten
Am Roten Meer trifft sich die Weltpolitik, um über Gazas Zukunft zu verhandeln. Für Ägyptens Regierung ist das ein wichtiges Signal – auch wenn Trump alles dominiert. 13. Oktober 2025,
Am Roten Meer trifft sich die Weltpolitik, um über Gazas Zukunft zu verhandeln. Für Ägyptens Regierung ist das ein wichtiges Signal – auch wenn Trump alles dominiert.
19
Kommentare
© Yoan Valat/Pool/AFP/Getty Images
Es soll das ganz große Schaulaufen werden: Mehr als 20 Staats- und Regierungschefs – darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas und Jordaniens König Abdullah II. – treffen sich heute Nachmittag im ägyptischen Badeort Scharm al-Scheich, um den von US-Präsident Donald Trump initiierten Nahostfriedensplan zu unterzeichnen. Ein feierlicher Akt mit großer Symbolkraft – und viel politischem Kalkül.
Formell ist Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sissi Mitgastgeber des historischen Gipfels. Doch an diesem Montag gilt die gesamte Aufmerksamkeit Trump. Der hatte sich zuvor in der israelischen Knesset bereits ausgiebig lobpreisen lassen, bevor er mit einiger Verspätung nach Ägypten weiterreiste. Al-Sissis Ego könnte das schmerzen. Schließlich hätte es auch sein großer Tag werden können, wäre der von Ägypten Anfang des Jahres eigens vorgestellte und damals von der Arabischen Liga unterstützte Gazaplan nicht am Widerstand Israels und der USA gescheitert.