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Nahostfriedensplan: Israel lässt fast 2.000 palästinensische Häftlinge und Gefangene frei
Politik

Nahostfriedensplan: Israel lässt fast 2.000 palästinensische Häftlinge und Gefangene frei

Die israelische Gefängnisbehörde hat nach eigenen Angaben fast 2.000 palästinensische Gefangene und Häftlinge freigelassen. Das berichten mehrere Medien, darunter die BBC und die New York Times. Sie wurden demnach in

  • PublishedOctober 13, 2025



Die israelische Gefängnisbehörde hat nach eigenen Angaben fast 2.000 palästinensische Gefangene und Häftlinge freigelassen. Das berichten mehrere Medien, darunter die BBC und die New York Times. Sie wurden demnach in zwei Gruppen freigelassen. Die erste Gruppe wurde aus dem Ofer-Gefängnis mit Bussen in andere Teile des besetzten Westjordanlands gebracht, unter anderem nach Ramallah. Dort hat die palästinensische Autonomiebehörde ihren Sitz. Die zweite Gruppe wurde aus dem Ketziot-Gefängnis nach Kerem Schalom im Süden Israels gebracht – einem der Grenzübergänge nach Gaza.

Unter den Freigelassenen sind Häftlinge, die zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren. Darunter sind verurteilte Mörder, die für brutale Gräueltaten verantwortlich sind. Weitere freigelassene Palästinenser sind im Ort Chan Junis, im Gazastreifen, angekommen. Andere Häftlinge sind nach Angaben der Hamas nach Ägypten gebracht worden. Zuvor hieß es, Israel wolle diese Gruppe abschieben. Laut einem an der Aktion beteiligten Vertreter sollten sie Israel und die Palästinensergebiete verlassen.

Die Freigelassenen wurden von großen Menschenmassen in Empfang genommen und bejubelt.

Tränengaseinsatz gegen wartende Palästinenser

Kurz vor der Abfahrt der Gefangenenbusse setzten israelische Soldaten Tränengas gegen Wartende und Journalisten ein, wie Fernsehbilder zeigten. Feiern und Freudenfeste hatte Israel wie schon bei früheren Freilassungen von Häftlingen strikt untersagt.

Die Hamas hatte zuvor die letzten 20 lebenden
Geiseln freigelassen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz
übergeben. Sie kehrten nach 738 Tagen nach Israel zurück, wo sie
Angehörige trafen und medizinisch untersucht wurden. Die 20 Männer waren bei dem Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 verschleppt worden. Damals töteten Terroristen aus dem Gazastreifen rund 1.200 Menschen in Israel und entführten 251 Menschen.

Unklarheit herrscht noch darüber, was mit den toten Geiseln passiert. Laut dem israelischen Forum der Geiselfamilien werden zunächst nur vier Leichen an Israel übergeben. Das hat der bewaffnete Arm der Hamas mittlerweile bestätigt. Eigentlich sollten alle 28 Leichen von der Hamas übergeben werden. “Dies stellt einen eklatanten Vertragsbruch durch die Hamas dar”, heißt
es in der Erklärung der Geiselfamilien weiter. Es werde erwartet, dass
die israelische Regierung und die Vermittler “unverzüglich Maßnahmen
ergreifen, um diese schwere Ungerechtigkeit zu korrigieren”.


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shehryarsiraj786@gmail.com

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