Unterseekabel: Schweden stellt Ermittlungen zu Sabotage von Ostseekabel ein
Die schwedische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Sabotage an einem Unterseekabel in der Ostsee eingestellt. Laut Mats Ljungqvist, dem zuständigen Staatsanwalt, hatte der Anker eines verdächtigen Schiffes zwar das Kabel
Die schwedische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Sabotage an einem Unterseekabel in der Ostsee eingestellt. Laut Mats Ljungqvist, dem zuständigen Staatsanwalt, hatte der Anker eines verdächtigen Schiffes zwar das Kabel beschädigt, das geschah aber nicht absichtlich. “Die Untersuchung zeigt deutlich, dass der Kabelbruch durch eine Kombination aus rauen Wetterbedingungen, technischen Mängeln und einer mangelhaften Seemannschaft auf dem betroffenen Schiff verursacht wurde”, sagte Ljungqvist.
Am 26. Januar wurde die Beschädigung an dem Datenkabel, das zwischen Schweden und Lettland am Meeresgrund liegt, entdeckt. Daraufhin beschlagnahmte die schwedische Staatsanwaltschaft das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff Vezhen. Zunächst wurde das Schiff verdächtigt, der russischen “Schattenflotte” anzugehören.
Schiff schon im Februar wieder freigegeben
Am dritten Februar wurde das Schiff allerdings wieder freigegeben. Schon damals wiesen die Ermittlungsergebnisse laut schwedischer Staatsanwaltschaft auf äußere Umstände hin, die das Schiff mitsamt seines Ankers über das Unterseekabel treiben ließen. Die Ermittlungen liefen jedoch weiter. Der Vorfall fiel in eine Phase, in der immer wieder Schäden und verdächtige Schiffe entlang der Unterseekabel in der Ostsee entdeckt wurden. Die NATO beschloss daraufhin, ihre Präsenz in der Ostsee auszubauen, um Schiffe, die Sabotageakte im Auftrag Russlands planen, abzuschrecken.